Less Sunscreen

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Wir werden häufig zum Thema Sonnenschutz gefragt. Warum verzichten wir bei Less – im Gegensatz zu nahezu allen anderen Herstellern – auf Produkte mit eingearbeitetem Lichtschutzfaktor (LSF)? Welche Art von Sonnenschutz empfehlen wir? Hier sind unsere Gedanken.

 

 

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Der Lichtschutzfaktor

Wenn die Haut zu lange intensivem Sonnenlicht ausgesetzt ist, entsteht Sonnenbrand. Der Lichtschutzfaktor gibt den Faktor an, um den ein Sonnenschutzprodukt den Eigenschutz der Haut verlängern kann. Der Eigenschutz der Haut beträgt für Menschen in Europa etwa 10 bis 15 Minuten. Ein Produkt mit einem LSF von 25 erhöht den Eigenschutz also theoretisch um das Fünfundzwanzigfache.

Der tatsächliche Wert ist jedoch deutlich niedriger, da es sich bei den angepriesenen LSF-Werten um Laborergebnisse handelt, für die unrealistisch große Mengen des Sonnenschutzmittels verwendet wurden. Dermatologen gehen davon aus, dass in der Praxis nur 25 Prozent des beworbenen LSF-Wertes erreicht werden – und dies auch nur, wenn permanent nachgecremt wird. Ein LSF 25 kann also in der Praxis nur einem LSF 6 entsprechen.

 

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LSF schützt nicht vor Hautalterung

Sonnenbrand wird durch die UV-B-Strahlen der Sonne verursacht. Für die Hautalterung sind jedoch die UV-A-Strahlen der Sonne verantwortlich, da sie tiefer in die Haut eindringen. Was viele nicht wissen: Der LSF bezieht sich nur auf die Schutzwirkung gegen UV-B-Strahlen. Wer sich gegen vorzeitige Hautalterung schützen will, für den ist der LSF daher gar nicht der richtige Indikator. Ein eventueller Schutz vor UV-A-Strahlen wird (in Europa) erst durch ein separates Symbol, einen Kreis mit der Buchstabenkombination „UVA“, bestätigt. Der UV-A-Wert entspricht dann etwa 30 Prozent des LFS-Wertes – bei einem LSF 25 (Laborwert) ist der UV-A-Schutz also 8.

 

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Warum Tagespflegeprodukte mit LSF nicht sinnvoll sind

Der LSF ist daher für die Hautpflege kein zuverlässiger Indikator. Und es gibt weitere Gründe, warum Hautpflegeprodukte mit integriertem UV-Schutz nicht ratsam sind und sogar zu einer Verschlechterung des Hautbildes führen können.

Für den Alltag nicht notwendig.
 
Sonnenlicht ist gut für die Haut. Es hat eine depressionslindernde Wirkung und hilft der Haut, sich selbst zu reparieren. Nur übermäßige Sonnenexposition, z.B. beim Sonnenbaden, sollte unbedingt vermieden werden. Für die meisten Menschen besteht im Alltag also überhaupt keine Notwendigkeit eines permanenten UV-Schutzes. UV-B-Strahlen können zum Beispiel auch gar nicht durch Fensterglas dringen. Dermatologen weisen immer wieder darauf hin, dass Tagespflegeprodukte frei von UV-Schutz sein sollten, um die Haut den Tag über nicht unnötig zu belasten.

Filter führen zu Unverträglichkeiten.

Gesichtscremes mit UV-Schutz enthalten umstrittene Inhaltsstoffe: die Sonnenschutz-Filter. Dermatologen raten in der Regel zu mineralischen Filtern, wie z.B. Zink- oder Titanoxid. Diese führen jedoch zu einem weißen Film auf der Haut, was besonders bei Tagespflegeprodukten unerwünscht ist. Um den Sonnenschutz unsichtbar zu machen, werden häufig chemische Filter eingesetzt, welche die Sonnenstrahlen nicht reflektieren, sondern in Wärme umwandeln. Die chemischen Filter können allerdings in die Haut eindringen und dort zu allergischen Reaktionen, Pigmentstörungen und zur Bildung freier Radikale führen. Einige chemische Filter stehen auch im Verdacht, Krebs zu fördern. In Tagescremes mit LSF wirken die Filter den ganzen Tag auf die Haut.

 

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Wie man es besser macht

Um die Haut und den Organismus nicht sinnlos zu belasten, empfehlen Dermatologen, Pflegeprodukte mit LSF zu meiden und dagegen Sonnenschutzmittel separat und nur zu Zeiten, in denen man sich längere Zeit in der Sonne aufhält, aufzutragen. Auf diese Weise werden die Hautirritationen auf ein notwendiges Minimum reduziert und der Sonnenschutz kann in ausreichender Menge und angepasst an Sonnenintensität und Hauttyp aufgetragen werden. Das Grundprinzip ist, dass zuerst die Pflege und dann nach frühestens 20 Minuten der UV-Schutz aufgebracht wird. Eventuelles Make-up wird über den Sonnenschutz gelegt.

Wie von Dermatologen empfohlen, verzichten wir bei Less auf Produkte mit eingearbeitetem UV-Schutz und raten zum sorgsamen Einsatz von Sonnencreme als ergänzende Maßnahme zum natürlichsten und hautfreundlichsten Sonnenschutz überhaupt: Schatten. Wer Sonnenhut und -brille trägt und die intensive Mittagssonne meidet, tut bereits viel dafür, seine Gesichtshaut zu schützen, ohne sie mit unnötigen Inhaltsstoffen zu überlasten.

 

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